
In der Schweiz ist die Dichte an dunkelgrünen Sternsieben aus dem Hause Komptech besonders hoch. Ein Lokalaugenschein beim aktuellsten Kunden, der Firma Wiedag in Oetwil am Zürichsee.
Christoph Hess ist Geschäftsführer bei der Firma Wiedag Recyling und Deponie AG. Und als solcher ist er früh auf den Beinen. „Meine Arbeit beginnt bereits um 5 Uhr morgens. Und dauert in der Regel bis 18 oder 19 Uhr abends“, spricht er einen ausgefüllten Arbeitstag an. Auf der Anlage, die in Oetwil etwa 25 Kilometer südöstlich von Zürich liegt, werden pro Jahr etwa 20.000 Tonnen Grünschnitt und 10.000 Tonnen Altholz behandelt. Auch Schwemmholz wird auf der Anlage aufbereitet.
„Mittlerweile ist die Aufbereitung von Biomasse-Brennstoff ein wichtiges Standbein neben Kompostierung und Vergärung“, führt Hess aus.
Die Dichte an Heizwerken in der Schweiz ist mittlerweile nämlich so groß, dass Brennstoffe stark nachgefragt werden. Nach einem ersten Zerkleinerungsschritt gehen die Feinteile (0-60 mm) in die Vergärung, alles über dieser Korngröße geht weiter in die Verbrennung. Da der bisher eingesetzte schnell laufende Schredder mehr Feinteile produzierte als notwendig, war es naheliegend, sich einen langsam laufenden Zerkleinerer zuzulegen. „Da hat uns der neue Crambo mit Direktantrieb von Komptech voll überzeugt“, spricht Hess einen der beiden Neuzugänge im Unternehmen an. Mittlerweile gehen damit statt 30 bis 40 Prozent des Materials nur mehr etwa 20 Prozent als Unterkorn in die Vergärung.
Nach dem Zerkleinerungsschritt wird das Material mit einem stationären Zweifraktionen-Sternsieb der Type Multistar 2-SE abgesiebt.
Diese Maschine läuft bei Wiedag schon längere Zeit zur vollsten Zufriedenheit.
„Und weil wir eben von den Multistar-Sternsieben so überzeugt sind, war der Erwerb einer mobilen Anlage nur der nächste logische Schritt“, ergänzt Hess und spricht damit seine neue Multistar L3 und die perfekte Zusammenarbeit mit der Firma GETAG, dem Schweizer Vertriebspartner von Komptech, an. „Mit mobilen Maschinen ist man grundsätzlich viel flexibler, wenn sich die Marktbedingungen ändern“, erklärt Hess. „Und darüber hinaus ist die Maschine bei der Absiebung von zerkleinertem Altholz unschlagbar. Bis jetzt haben wir das Altholz nur zerkleinert, verladen und abtransportiert.
Nun stellen wir mit der mobilen Siebmaschine definierte Produkte her.“ Auf diese Weise geht die Feinfraktion (0-15 mm) als Brennstoff in die Zementindustrie, die Mittelfraktion (15-150 mm) je nach Qualität in Biomasseheizwerke oder als Rohstoff in die Spanplattenindustrie.
Das Überkorn wird nochmals zerkleinert und geht in den vorher beschriebenen Kreislauf zurück. „Mit der Herstellung von unterschiedlichen Produkten hat sich der Absatzmarkt vergrößert und so habe ich mich meinem Ziel, wann immer möglich aus einem Abfall einen gut handelbaren Wertstoff herzustellen, angenähert.“
Ein positiv eingestellter Christoph Hess sieht mit einem breit aufgestellten Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft: „Wir machen das, was wir besser können als die Andern.“ Und das ist scheinbar doch so Einiges…